Squash – Power, Taktik und ganz viel Spaß

Squash – Power, Taktik und ganz viel Spaß

18. Oktober 2018 Aus Von david.eggert

Squash - Was genau ist das eigentlich?

Beim Squash spielen sich zwei Spieler auf einem Spielfeld den Ball durch Schläge gegen Wände zu. Wie beim Tennis verfügt jeder Spieler über einen Schläger, der jedoch speziell auf den Squash-Gebrauch abgestimmt ist. Jeder Spieler verfolgt während der Partie übrigens das Ziel, den Ball so gegen die Wand zu spielen, dass der Gegner ihn nach dem Wandabprall nicht erreichen kann, bevor der Ball zum zweiten Mal mit dem Boden in Kontakt kommt.

Die Grundregeln beim Squash

Squash (der Name bezieht sich auf das gleichnamige englische Wort, das sowohl „quetschen“ als auch „Gedränge“ bedeutet) wird auf einem Spielfeld gespielt, das durch vier Seitenwände begrenzt ist. So ergeben sich demzufolge die von der World Squash Federation (WSF) vorgegebenen Spielfeldmaße von 9,75 Meter Länge und 6,40 Meter Breite. Das Spielfeld wird „Court“ oder auch „Squash-Court“ genannt. Wie beim Tennis gewinnt beim Squash der Spieler, der als erstes drei Sätze für sich entscheiden kann. Der Spieler, der im Verlauf eines Satzes als erstes elf Punkte erreicht, gilt als Satz-Sieger. Er muss jedoch mit einem Vorsprung von zwei Punkten gewinnen, sodass es bei einem Spielstand von 10:10 in den sogenannten Tie-Break geht. Im Tie-Break-Modus wird so lange weitergespielt, bis einer der beiden Spieler zwei Punkte vor dem Gegenspieler liegt

Die richtige Squash-Ausrüstung

Der Squash-Schläger

Der Squash-Ball

Der Schläger kann aus Kunstfaser und/oder anderen Materialien hergestellt sein. Es gibt Schläger speziell für Damen und Jugendliche, die etwas leichter bzw. kürzer sind. Die Schläger unterliegen den Normen des Welt-Squash-Verbandes (WSF).

Wichtig für den Anfänger ist es, einen Schläger zu haben, der ganz subjektiv gut in der Hand liegt.

Unsere Empfehlung für den optimalen Squash-Schläger:

Unsquashable Y Tec 8005 2015 Squashschläger

Prince Pro Phantom 950 2018 Squashschläger

Der Squash-Ball besteht aus einer Kautschuk-Mischung, ist hohl und wiegt zirka 24 Gramm. Bevor der Ball optimal springt, muss er aufgewärmt werden. Dies kann im Vorfeld durch einen Ballwärmer geschehen oder/und durch Schlageinwirkung (das Warmspielen) erfolgen – nur ein warmer Ball hat optimale Sprungeigenschaften. Die Bälle können unterschiedliche Farben haben, aber alle haben einen oder zwei Farbpunkte zur Kennzeichnung ihrer Geschwindigkeit.

Unsere Empfehlung für den perfekten Squash-Ball:

Unsquashable Squashball (2 Punkt) einzeln

Unsquashable Squashball (schnell) einzeln

Sportbekleidung

Squash kann in normaler Sportbekleidung gespielt werden, allerdings ist spezielle Squash-Bekleidung ratsam, da sie für die typischen Bewegungen und die Anforderungen des Squash-Spiels konzipiert und somit angenehm zu tragen ist.

Sie sollte nicht zu eng und schweißaufnehmend sein, geeignet ist Baumwolle oder spezielle Funktionsstoffe, die den aufgenommenen Schweiß rasch wieder abgeben. Die Schuhe müssen eine helle, griffige Sohle haben. Des Weiteren sollte der Schuh leicht und atmungsaktiv sein.

In der Regel sind auch normale Funktionssportsachen super zum Squashspielen geeignet. 

Folgend ein paar Empfehlungen (von Kopf bis Fuß), was sich zum Squashspielen eignet:

VENIMASEE Sportline Schweißband, Frottee -Armband, Wristbands, Sweatbands

Asics Herren Upcourt 3 Squashschuhe

adidas Herren Shorts Essentinals 3S Chelsea

Nike Herren Dry Miler T-Shirt

Tipps, die jedes Spiel drehen

1. Perfekte „Länge und Breite“

„Always hit the ball with good width“ – In diesem englischen Satz liegt, sofern man es beherrscht, ein Großteil des Erfolgs im Squash. Frei übersetzt heißt das nämlich nichts anderes, als dass der Squash-Longline-Ball so wenig wie möglich Abstand zur Seitenwand haben sollte. Je dichter der Ball an der Wand ist, desto schwieriger wird es für den Gegner, ihn zu schlagen. Je weiter er von der Wand weg ist, umso einfacher hat es der Gegner, den Ball anzugreifen.

2. Der Cross-Ball „Crosscourt“

Der „Cross-Ball“ ist eigentlich ein relativ einfach zu spielender Ball. Der Anfänger sollte den Vorhand-Cross von der Vorhandseite zur Rückhandseite spielen. Dabei muss der Ball zumindest das Aufschlagviereck erreichen. Der geübte Spieler erreicht mit seinem Cross-Ball die hintere Linie des Aufschlagvierecks, bevor der Ball die Seitenwand berührt.

Ein Cross zu spielender Ball muss 15 bis 20 Zentimeter früher getroffen werden. Dadurch bildet der Schlägerkopf beim Treffpunkt einen Winkel, offen zur Seitenwand. Der Ball trifft also die Frontwand ungefähr mittig (je nach Ausgangsposition) und geht von dort bis in die hintere Rückhandecke.

3. Der Boast

Wenn sich also beide Spieler in der hineteren Hälfte des Courts befinden, sollte der Ball nun kurz nach vorne gespielt werden. Dies gelingt natürlich mit mehreren Arten von Schlägen. Eine Möglichkeit ist der Boast. Es gilt zu versuchen, mit einem Boast den Gegner nach vorne zu ziehen. Dies ist ein Angriffs oder Positionsschlag und der Gegner wird mit diesem Schlag unter Druck gesetzt. Zwei verschiedene Arten von Boasts gibt es, beide kann man mit der Vor- und Rückhand spielen. 

4. Der Stopp-Ball

Wenn wir den Gegner aus dem hinteren Teil des Courts nach vorne gelockt haben, spielt dieser logischerweise häufig einen Stoppball.

Einen Stopp-Ball sollte man als Anfänger oder Fortgeschrittener nur dann spielen, wenn man den Gegner in der hinteren Hälfte des Courts hat. Wichtig beim Stopp ist, dass der Ball vorne gespielt wird und vom Körper weg. Der Schlägerkopf wird so weit wie möglich hinten gehalten. Wir versuchen, das Handgelenk vor den Schlägerkopf zu drücken, so dass wir einen Winkel schaffen. So schlagen wir den Ball an die Frontwand, von wo er an die Seitenwandkante fällt. 

5. Der Volley macht das Spiel

 Der Volley ist einer der stärksten und effektivsten Schläge im Squash-Spiel. Der Volley wird mit vollem Schwung schnell durchgezogen. Ebenso wichtig wie der Abstand zum Ball ist es, das Handgelenk steif zu halten. Ein festes Handgelenk und ein ausgestreckter Arm bringen richtige Power in den Schlag.
Einen Volley kann man als Longline oder Cross spielen. Wichtig: Er sollte eine gute Länge haben.
 

Squash - Nice to know

Squash entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England und verbreitete sich von dort aus zunächst im Commonwealth. Die ersten deutschen Squashcourts wurden in den 1930er Jahren von Siemens in Berlin gebaut.

Richtigen Aufschwung erlebte Squash erst ab den 1970er Jahren in Deutschland. Die Zahl der Squashanlagen („Squashcenter“), die weitgehend kommerziell betrieben werden, nahm in Deutschland von ungefähr 20 im Jahr 1975 auf nahezu 1000 im Jahr 1990 zu. In den 1990er Jahren stabilisierten sich die Wachstumsraten. In den Jahren vor 2005 war eine leicht abnehmende Tendenz bei der Zahl der Anlagen erkennbar. Parallel mit der Zahl der Anlagen entwickelte sich die Zahl der Spieler. Nach dem Squashboom in den 1980er Jahren lag im Jahr 2004 die Zahl der intensiv Squash betreibenden Deutschen bei 0,6 Millionen. Insgesamt 1,92 Millionen Deutsche sollen dem Sport gelegentlich nachgehen.