Kitesurfen für Anfänger

Kitesurfen für Anfänger

17. August 2018 Aus Von david.eggert

Kitesurfen für Anfänger - alle wichtigen Informationen, damit das erste mal Kiten ein Erfolg wird!

Welche Grundausrüstung brauchst du als Kitesurf-Anfänger?

Kitesurfen für Anfänger ist nicht unbedingt ein Hobby, aber für das Geld gibt’s nicht nur einen atemberaubenden Spaß, einen sportlichen Körper, sondern auch einen lässigen Lebensstil mit vielen Stopps in der wunderschönen Natur. Kiten ist also absolut jeden Cent wert.

Der Kite

Für bisschen Wind braucht ihr einen großen Kite, für starken Wind einen Kleineren. Zum Kitesurfen lernen ist ebenfalls ein kleinerer Kite sinnvoller, als ein Großer. Als Kitesurf-Anfänger ist ein Kite von ungefähr 12 Quadratmeter angebracht, bis du sicher auf dem Brett stehst. Im Verlauf deiner Kitesurfkarriere kaufst du dir dann zwei bis drei Kites, mit denen du dann bei stärkeren oder schwächeren Wind rausgehst. Viele Kitesurfer haben ungefähr zwei bis fünf Kites.

Kitesurfen für Anfänger

Doch welche Kites sind zum Kitesurfen für Anfänger am besten geeignet?

Als Anfänger beim Kitesurfen ist es von Vorteil, dass du auf zugstarke, aber langsame Kites setzt. Erst recht zu Beginn, wenn deine Technik noch nicht optimal ist, benötigt dein Kite deutlich mehr Kraft, damit du trotz schwachen Windes aus dem Wasser gezogen wirst. Beim Kitesurfen für Anfänger bist ist man am Anfang sowieso froh, wenn man nicht auf Board und Kite achten muss, denn ein langsamer Kite brauch nicht so viel Aufmerksamkeit.

TIPP: Damit du als Kitesurfanfänger auf dem Wasser schneller fahren kannst, ist es von Vorteil, wenn du schon bei kleinsten Windböen auf dem Trockenen übst, sodass auf dem Wasser die Skills drin sind und du für unterschiedliche Situationen ausgerüstet bist

Die Bar

Beim Kitesurfen für Anfänger ist weiterhin wichtig, dass ein Neoprenanzug getragen wird, der dich warmhält. Gerade am Anfang hat man kein Gefühl, ob das Wasser für längeres Surfen warm genug ist. Es gibt ihn in verschiedenen Stärken wie 3mm oder 5mm. Es ist abhängig davon, wie lange du in den kalten Jahreszeiten kiten willst und wie kälteempfindlich du bist. Der sogenannte „Shorty“ eignet sich für warme Sommertage oder Kitespots im warmen Süden.

In der Regel gibt es zwei Arten von Neoprenanzügen. Der erste heißt Glatthaut und der zweite ist ein kaschierter Anzug. Glatthaut hält und kaschierte Anzüge sind robuster. Es ist wahrscheinlicher, dass du am Anfang einen kaschierten Anzug nutzt, denn es ist wiederum wahrscheinlicher, dass du als Kitesurf-Anfänger kaum bei kalten Temperaturen rausgehst und eher bei warmen Temperaturen übst. Dein Neo sollte ungefähr in etwa 5/4/3/ sein. Die Ziffern zeigen die Särke des Anzuges. Neoprenanzüge haben in der Körpermitte eine stärkere Schicht als an den Armen und Beinen.

Das Trapez

Das Trapez ist ein breiter Gürtel, der die Kraft des Kites überträgt. Ohne Trapez könntest du nicht kiten. Das Trapez sorgt für die Übertragung der Kraft vom Kite über Euren Körper auf das Brett. Zudem sollte es eine Safetyleash besitzen, damit dein Kite sicher ausgelöst werden kann, wenn es mal brenzlig wird.

Der Kitekurs wird üblicherweise im Sitztrapez absolviert, denn es umschließt die Taille und verfügt über Gurte um die Beine, die dafür sorgen, dass das Trapez nicht nach oben rutschen kann. So kannst du dich auf das Fahren. Beim Kitesurfen als Anfänger ist es zudem noch ganz praktisch, denn wenn der Kite im Zenit ist, ist ein Sitztrapez eindeutig bequemer. Ein Nachteil der Sitztrapeze ist aber, dass man nur selten aus der Anfänger-Haltung herauskommt.

Das Kiteboard

Es gibt Anfängerboards, Leichtwindboards, Waveboards, Allroundboards und noch viele weitere. Zu Beginn solltest du ein Allroundboard wählen, denn es kann in vielen Bedingungen eingesetzt werden und ist leicht zu fahren. Solltest du später regemäßig kiten, wirst du auch mehrere Kiteboards besitzen, damit du in Schwach- aber auch in Starkwindbedingungen gut boarden kannst. Dein Board sollte Bindungen, einen Griff und Finnen besitzen.

Weitere, optionale Ausrüstungsgegenstände

In sonnenreichen Gegenden oder generell an sonnigen Tagen empfiehlt sich eine wassersportgeeignete Sonnencreme für das Gesicht.

Zudem sollte immer ein Kitehelm getragen werden.

Die Prallschutzweste schütz deinen Körper bei Stürzen.

Wenn du oft Kitesurfen gehst empfiehlt es sich seine Gehörgänge zu schützen, denn der Surfsport kann bei heftigen Stürzen das Trommelfell verletzen. Außerdem ist kaltes Wasser kombiniert mit Wind nicht gut für deinen Gehörgang.

Damit dein Material gut gelagert und transportfähig ist, empfiehlt sich eine Kitetasche. Sie schützt deine Ausrüstung vor Beschädigungen

Fünf Tipps, die dir den Einstieg in das Kitesurfen erleichtern

1 – Musst du vorher einen Kitekurs absolvieren?

Gerade Anfänger missdeuten das Risiko des Kitens und können weder die optimale Größe des Kites für den jeweiligen Wind, noch die Wetterlagen richtig analysieren. Damit Kitesurfen sicher ausgeübt wird, benötigst du mindestens einen Kitekurs in dem du das Material, das fachgemäße Starten und Landen, kombiniert mit den dazugehörigen international gültigen Handzeichen lernst.

Des Weiteren ist es auch wichtig die Vorfahrtsregeln zu wissen um ein sicheres Miteinander auf dem Wasser zu gewährleisten. Weiterhin ist ein Kitekurs wichtig, damit du einen außer Kontrolle geratenen Kite wieder unter Kontrolle bringen kannst und keine Mitmenschen gefährdest.

2 – Wo kannst du am besten Kiten lernen?

Der beste Spot zum Kiten ist natürlich Geschmackssache. Hinzu kommt, dass man bei der Auswahl des richtigen Spot für Anfänger auch die Jahreszeit berücksichtigen muss. Im Frühling und Sommer findest du die optimalen Anfängerspots in Ägypten. Denn dort herrscht warmes Wasser, ein konstanter Wind und eine hohe Windwahrscheinlichkeit.

Warmes Wasser und warme Lufttemperaturen helfen gerade am Anfang deiner Kitesurf-Karriere das du positive Erfahrungen machst und ein schnelles Gefühl für den Kite bekommst. Solltest du im Sommer Kiten lernen wollen, dann kannst du ebenfalls nach Sizilien, Sardinien oder auch an die Ostsee z.B. Saaler Bodden.

3 – Worauf musst du bei deiner ersten Ausrüstung achten?

Bei der ersten Ausrüstung werden die häufigsten Fehler gemacht. Gerade, weil man Geld sparen möchte und noch keinen Gefühl über die Modelle am Markt und die richtigen Kites für Beginner hat.

BEACHTE: Keine C-Shapes als Beginner benutzen und kaufen! Am besten du kaufst einen Allround-Kite deine favorisierten Marke oder, falls so auf der Herstellerseite gekennzeichnet, einen Kite für Anfänger.

4 – Was sind die wichtigsten Vorfahrtsregeln beim Kitesurfen?

Wer die rechte Hand in Fahrtrichtung hat, hat Vorfahrt. Wenn du deine Bar richtig angeknüpft hast, dann sollte diese Seite NICHT rot sein. Rote Seite vorne heißt somit Vorrang geben.

Die Leinen vieler Kites sind in ca. 25m lang, dies ist auch der Mindestabstand, den du zum nächsten Kite einhalten solltest.

Gerade, wenn viele Kitesurfer auf dem Wasser sind, solltest du dein Umfeld immer im Auge behalten und schnell reagieren, wenn nötig. Gerade Beginner sind unberechenbar und haben den Kite nicht optimal unter Kontrolle.

Der Kiter, der ins Wasser geht hat Vorfahrt. Der Kiter, der an Land möchte, muss warten.

5 – Kiter vs. Surfer

Solltest du in Wellen unterwegs sein: Hier gelten in der Regel dieselben Vorfahrtsregeln wie oben genannt, allerdings haben Surfer die Regel: Der Kitesurfer auf der Welle hat Vorfahrt.

Die besten drei Kite-Spots weltweit

Tarifa, Amdalusien

Was geschieht, wenn sich der relaxte Lebensstil Andalusiens mit optimalen Windbedingungen und unglaublichen Stränden kombiniert? Ganz simpel: Tarifa! Eine Windstatistik zum auf die Knie fallen, persönliches Wohnen, ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm abseits des Wassers und das alles mitten in einem kulturellen Juwel, sorgen für interessante Ferien auf und abseits des Wassers. In der Kite-Metropole kommt nie Langeweile auf.

Cabarete, Dom. Republik

Nicht weit entfernt von Puerto Plata ist der kleine Ort Cabarete das karibische Zentrum des Wassersports. Immer gute Windbedingungen, optimal warmes Wasser und gleichbleibender Sonnenschein lassen an der nördlichen Küste der Dominikanischen Republik Herzen höherschlagen. Entlang des breiten Strandes, der schnell in das Wasser abfällt, finden sich viele Möglichkeiten zum Einstieg für jedes Level. Während Beginner am östlichen Strand einsteigen, gehen die Profis in die westliche Richtung ins Wasser.

Dakhla, Marokko

Kitesurfen in der Wüste? Im Paradies für Wind in der Westsahara absolut kein Hindernis! An der südlichen Küste von Marokko lässt es sich das ganze Jahr über bei gleichbleibenden Windbedingungen kiten. Beginner und Fortgeschrittene haben ihre viel Spaß an dem tideunabhängigen Bereich zum Stehen in der riesigen Lagune zwischen Halbinsel und Festland. Ein Stück vom Festland entfernt lassen Wellen hingegen ein perfektes Trainingsrevier für alle Kiter zu.

Kitesurfen für Anfänger
Dakhla, Marokko
Kitesurfen für Anfänger
Cabarete, Dom. Republik
Kitesurfen für Anfänger
Tarifa, Andalusien

Wie du die richtige Kiteschule findest !

Alle können das Kitesurfen erlernen. Trotzdem brauchst du eine gewisse Grundfitness und zum Kitesurfen gehört auch die Fähigkeit schwimmen zu können.

Ist das Kitesurfen lernen kritisch?

Jeder Sport mit den Naturgewalten birgt immer eine kleine Gefahr. Aber eine richtige Ausbildung, das Wissen um die Ausrüstung und das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und Grenzen sind Voraussetzung, sich und fremde Kiter nicht zu schaden.

Aber wie findest du die optimale Kiteschule?

Im Internet liest man immer Dinge wie, „weltweit günstige Angebote“, „Kitesurfen lernen an den schönsten Orten“ oder „In zwei Tagen aufm Brett. Dabei ist es nicht einfach den Überblick zu behalten. Der einfachste Weg eine gute Schule zu finden, sind Freunde oder Bekannte, die einen Kitekurs absolviert haben.

Solltest du keine Freunde oder Bekannten im Umfeld haben, die einen Kitekurs absolviert haben, findest du hier eine Übersicht, die dir möglicherweise hilft, um deine perfekte Schule zu finden.

1. Erstes, gutes Zeichen der Schule ist das Alter. Ist die Schule schon älter, spricht es für die Beständigkeit der Kiteschule und sehr viel Erfahrung. Lernprozesse wurden über Jahre optimiert und die Wahrscheinlichkeit für schnellen Erfolg ist hier höher.
2. Kiten lernst du nicht in zwei Tagen. Neben der Theorie brauchst du viel Praxis. Somit ist schnell klar, dass zwei Tage nicht ausreichen.
3. Du kannst ein positives Bauchgefühl bzgl. einer Schule entwickeln, indem du dir Bilder, Videos, Berichte über eine Kiteschule anschaust. Zudem machst du dich dann gleich mit den Menschen und Umständen dort etwas vertraut.

Gute Kiteschulen sind flexibel, gehen auf Wünsche ein und die Kurse dauern länger, als zwei Tage!

4. Gute Kiteschulen gehen auf eure Bedürfnisse und Wünsche ein. Ruf dort an und teste, wie sie darauf reagieren. Gehen die Personen auf deine Anliegen ein, spricht das für Flexibilität, was wiederum für eine gute Schule spricht.
5. Achte darauf, dass die Kurse nicht so überfüllt sind. Maximal sechs Personen sollten in einem Kurs sein, damit einerseits der Lehrer nicht überfordert ist, aber auch die Schüler alles mitbekommen und lernen.
6. Gute Schulen achten darauf, dass genügend Wind am Lehrtag vorhanden ist. Sollte es nicht windig genug sein, tauschen sie die Gebühren in Gutscheine um, damit diese an optimaleren Tagen genutzt werden können.
7. Folge- und Aufbaukurse sprechen für eine gute Kiteschule. Werden diese nicht angeboten, solltest du dich weiter umschauen.