Bouldern – Ausgleich für Körper und Seele

Bouldern – Ausgleich für Körper und Seele

22. August 2018 Aus Von david.eggert

Bouldern in der Kletterhalle

Bouldern ist nicht nur im Trend. Es macht auch stark und besonders viel Spaß. Ein Seil zum Klettern ist nicht nötig, was viele neu eröffnete Boulderhallen beweisen. Auf nur kleiner Höhe kommt beim Bouldern alles zusammen, was das Klettern so spannend macht: sich an schwierigen Griffen festhalten, Kletterrouten lösen, Herausforderungen meistern und natürlich Spaß haben.

Mit diesen 5 Tipps werden deine Boulderfähigkeiten in der Halle noch besser

Aufwärmen

Klingt öde, bringt aber sehr viel! Bring den gesamten Kreislauf in Schwung durch Hampelmänner, Seilspringen, oder andere pulssteigernde Aktivitäten. Dehne dich auch, aber nur kurz, um dich für das Klettern beweglicher zu machen. Danach kommen kletterspezifische Aufwärmübungen: Arme, Beine, Rücken bewegen, Gelenke mobilisieren und die Muskulatur mit kleinen Trainingsreizen aufwärmen, denn Aufwärmen verbessert die Funktionsfähigkeit deines Körpers.

Denk nach, bevor du boulderst

Das Lesen der Routen und das Antizipieren von Bewegungen lernt sich nicht von selbst. Sich eine Route beim Bouldern als Erstes zu überlegen, richtige Tritte und Griffe zu finden, sind unabdingliche Eigenschaften, die man können muss, um nicht nur sicher zu klettern, sondern auch Kräfte zu sparen. Das Planen der Route beim Bouldern hilft dir nämlich die Route effizient zu meistern. Danach weißt du dann mehr: hat der Plan funktioniert oder nicht, war die gewählte Route optimal oder zum Ende improvisiert, musst du was ändern oder nicht. Es ist also ein super Trendsport für Körper und Geist.

Abgucken zählt

Es ist okay, andere Kletterer beim Bouldern zu beobachten. Zum einem, um mögliche Routen vorab besser zu verstehen, aber auch um sich Techniken abzuschauen, die das Bouldern einfacher machen. Unser Gehirn lernt nämlich auch dazu, sobald wir Andere beim klettern beobachten. Der Mensch lernt mit den Augen: Daher bei den unbeholfenen Boulderern nicht zuschauen.

Fokussiere dich auf dein Gleichgewicht

Kraft kannst du super trainieren! Die Technik beim Klettern leider nicht. Klettertechnik heißt im übertragenen Sinne: mit möglichst wenig Kraftaufwand effizient die Route zu klettern. Damit du dein Körpergefühl verbessern kannst, nutze die Boulderplatten. D.h. Wände, die darauf abzielen möglichst kleine und schwierige Griffe und Tritte zu benutzen. Zudem muss die Fähigkeit entwickelt werden Druck auf die Füße zu bringen. Die Last muss nämlich auf den Füßen liegen, damit du mit geringem Kraftaufwand vorwärtskommst.

Schwierigkeitsbewertungen ignorieren

Welchen Schwierigkeitsfaktor welche Bahn in der Halle hat sagt nicht immer aus, ob diese Bahn zu meistern ist oder nicht. Die Routen wurden schließlich von Menschen gebaut, die auch ihre Stärken und Schwächen haben. So kann es sein, dass dir eine Route in einer vermeintlich zu schwierigen Schwierigkeit gut liegt oder eine andere Route in einer zu einfachen Schwierigkeit schwerfällt. Genieß das Klettern und achte nicht auf den Schwierigkeitsgrad. Sie sind schließlich nur eine Orientierungshilfe.

Outdoor Bouldern

Das Bouldern am Fels unterscheidet sich stark im Vergleich zur Halle: Griffe und Tritte müssen erst gefunden werden. Was sich sonst noch unterscheidet und wie du dich am besten vorbereitest, findest du hier.

Keine Halle, keine weiche Bodenmatte, keine griffe, die regelmäßig umgeschraubt werden. Draußen ist es anders zu bouldern. Was musst du mitnehmen?

So gering die Ausrüstung für die Halle auch ist, ist die Ausrüstung für draußen nicht.

Crashpad

Chalkbag

Putzhilfen

Eine Bouldermatte ist auch hier unverzichtbar. Bei felsigem und unebenen Boden sind zwei oder mehr Crashpads nötig. Solltest du oft alleine Bouldern gehen, solltest du dir ein großes Pad zulegen. Bist du in einer Gruppe unterwegs, reicht auch ein normales Pad.

In der Halle bleibt der Bag in der Regel auf dem Boden. Standfestigkeit und die Option, beide Hände obendrein einzutauchen, sind sehr hilfreich.

Mit einer Bürste (am besten Naturbürste) werden die Griffe von Unreinheiten befreit, ohne den Felsgriff kaputtzumachen. Vorteilhaft für hohe Griffe ist eine Bürste mit einem verlängertem Stab.

Wo gehst du am besten bouldern?

Bist du in einer Gruppe unterwegs, sollte das ausgewählte Gebiet zum Bouldern, Routen für alle bereitstellen. Von Anfänger bis Profi. Bist du noch nie am Fels geklettert, ist es besser für dich, dein Einstiegsniveau weit unter dem deines Niveaus aus der Halle anzusiedeln. Selbst aus geringer Höhe erscheint das Crashpad zu klein, somit fühlst du dich sicherer, wenn du mehrere miteinander verbindest. Des Weiteren musst du dich über die Anfahrt und den Zustieg informieren. Benutze ansonsten eine Karte oder GPS bei bekannten Koordinaten. Damit du einen angenehmen Bouldertag verbringen kannst, musst du erstmal die Kletterrouten finden. Ist es zu warm, bekommt ihr schnell Sonnenbrand, ist eszu kalt, habt ihr auch kein Spaß. Gab es am Tag zuvor Regen, ist ein schattiger Waldplatz zum Klettern besser geeignet.